newsroom.tech – Tipp der Woche #2

Jede Firma, die Software entwickelt, wird sich früher oder später darüber Gedanken machen, wie der eigene Prozess zur Software-Entwicklung eigentlich genau aussieht und wie er standardisiert werden kann. Nachfolgend lest ihr, was aus unserer Sicht die essentiellen Punkte dabei sind und welche Gefahren lauern.

“Agil” sind mittlerweile die meisten Prozesse in Firmen, die Software entwickeln. Wie fest das dann jeweils dem Urgedanken vom “Agile Manifesto” entspricht, ist wohl Interpretationssache. Aber ob “agil” oder nicht ist auch nicht der entscheidende Punkt bei einem Prozess. (Fast) jeder Prozess kann agil umgesetzt werden – auch ein RUP-basierter Prozess. Was sich nicht ändert – ob Kanban, Scrum oder RUP, ob SAFe oder HERMES – sind die wesentlichen Schritte, die es bei jeder Software-Entwicklung braucht:

  • Definition der Anforderungen
  • Umsetzung der Anforderungen
  • Testing der Umsetzung der Anforderungen
  • Auslieferung oder Installation der Software
  • Betrieb der Software

Das kann natürlich alles parallel gemacht werden, aber üblicherweise wird ein Feature, eine User-Story oder wie auch immer man Anforderungen nennt, alle diese Aktivitäten mehr oder weniger sequentiell durchlaufen. Daher macht es Sinn, den Prozess direkt sequentiell oder sogar in Phasen zu beschreiben. Typischerweise wird dann ein Prozess entstehen, der sich nicht allzu stark von RUP-basierten Prozessen unterscheidet und ungefähr so unterteilt ist:

  • Kick-off oder Initialisierung
  • Konzept und Design
  • Umsetzung
  • Testing
  • Abnahme und Einführung
  • Betrieb

Auch in agilen Prozessen oder beim Team-Aufbau nach DevOps-Prinzipien macht es Sinn, diese einzelnen “Phasen” zu haben. Ob das dann pro Anforderung, pro Iteration, pro Release oder pro Projekt gemacht wird, ist abhängig von der Organisation der Firma.

Anhand der eigenen Organisation kann man sich überlegen, welche Rollen es im jeweiligen Prozess gibt, welche Artefakte entstehen und wie das ganze gesteuert und kontrolliert wird. Daraus entsteht ein Prozess, der genau der Firma entspricht.

Es gibt natürlich auch Stolpersteine, die beachtet werden müssen. Dazu aber mehr in einem späteren Blog-Post.

Tomas Huber, CEO newsroom.tech